Auf der Suche nach der »Net Generation«

Meine Generation (die Endkohorten der deutschen Baby Boomer, an der Grenze zum Pillenknick ;)) erlebte die Entstehung der Computertechnologie von ihren schlichten Anfängen mit wohnzimmergroßen Anlagen und »Heimcomputer selbst löten« hin zu den heutigen »Wundern« wie internetfähige Computer im Telefonformat, ein ubiquitäres Netz und ganzheitlichem »Online sein« als kontinuierlichen Prozess mit. Die »jungen Leute« aber, die in den Internet-Zeiten aufwachsen und gerade in der Bildungs- und Konditionierungs-Maschinerie unserer Gesellschaft stecken, auch mal griffig »Generation Y« genannt, sehen das Internet als ebenso normal an wie fließendes Wasser oder asphaltierte Straßen. Die Frage ist, ob sie diese schlichte Tatsache irgendwie »anders« macht. Soziologen fragen sich: »Gibt es eine Net Generation?«

Prof. Rolf Schulmeister von der Uni Hamburg sucht die »Net Generation« nun wissenschaftlich, und stellt seine Erkenntnisse erfreulicherweise als PDF-Dokument zur Verfügung (via education & media). Zwei Zitate daraus:

»Die Selbstverständlichkeit und Allgegenwärtigkeit des Internet ist für diejenigen, die sie seit Geburt vorfinden, so banal, dass Fragen danach, ob Computer ihr Leben beeinflusst haben, bei Jugendlichen auf keine Resonanz stoßen.«

Und:

»Die Tatsache, dass heute andere Medien genutzt werden als in früheren Zeiten rechtfertigt es nicht, eine ganze Generation als andersartig zu mystifizieren.«

Das Werk wird vom Autor als »Work in progress« bezeichnet, bei Interesse am Thema lohnt es sich also, es ab und an zu aktualisieren.

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