Dem Hype hinterher jagen: Der »Web 2.0 Kongress«

Wenn dieses kleine Blog jemals einen »Worst 2.0«-Award vergeben wird, dann ist der so genannte »Web 2.0 Kongress« (sic!) ein ganz heißer Kandidat dafür. Mit einer für professionelle Ansprüche geradezu unfassbar schlampigen Website – man schaue sich nur einmal die »runden Ecken« an, die aussehen, als hätte eine Horde von Nagetieren an den Ecken ihr gieriges Werk verrichtet – möchte man Interessenten gewinnen, die für EUR 1.895 Referenten zuhören dürfen, von denen in den allermeisten Fällen in der Web-2.0-Szene noch nie jemand etwas gehört hat. Aufregende Themen wie »Vorgehensweise bei der Einführung eines Wikis« sollen zahlwillige Interessenten anlocken. Die meisten Themen wären für einen Barcamp-Vortrag sicher interessant, als Programm einer 1.895-EUR-Konferenz sind sie aber ein schlechter Scherz. Aber die »Krawattenszene« bleibt halt lieber unter sich und steuert das über den Preis. Da konferieren sie dann ohne diese komischen Web-2.0-Typen und Blogger, die sich auf freien (Un-)Konferenzen herumtreiben…

Gratis-Tipps für das nächste Jahr, verehrte IIR-Deutschland:

  • Website von jemandem gestalten und bauen lassen, der davon etwas versteht.
  • Einen Duden konsultieren zum Thema »zusammengesetzte Substantive im Deutschen«.
  • Ein Programm anbieten, dass den Preis wenigstens ansatzweise rechtfertigt.

Erstaunlich finde ich, dass namhafte Unternehmen in ein solch unprofessionelles Umfeld ihr Logo draufpappen…

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