Plurk statt Twitter? Nein!

Ende letzter Woche lief mal wieder ein virtuelles Borstenvieh durch das Dorf 2.0 – und die Horde der »üblichen Verdächtigen« aus dem deutschsprachigen Raum, die man in jedem Social-Network jenseits und diesseits des Äquators findet, fiel über einen armen putzigen kleinen Web-Dienst namens Plurk her.

Was ist das denn schon wieder? Zunächst einmal ein weiterer Status-Nachricht-Verkündungsdienst mit zeitverschwenderischer Tendenz à la Twitter, technisch brilliant (man schaue einmal, wie »smooth« sich die grafische Zeitleiste mit dem Mausrad scrollen lässt) und mit putziger Grafik umgesetzt, und mit einem merkwürdigen Namen versehen. Zusätzlich zum vom »Status-Message-Godfather« Twitter gewohnten Funktionsumfang gibt es »Karmapunkte« zu verdienen, außerdem kann man »Cliquen« bilden. Diese Funktionen deuten schon auf die »Zielgruppe« hin: Mit Ausnahme der »deutschen Horde« findet man hinter den vielen Profilbildchen in erster Linie junge Damen zwischen 14 und 24. Plurk ist also eine eher juvenile Community, und dabei sollte man es auch belassen.

Ist das also ein »nächstes großes Ding«, wo man nun »rein muss«? Eindeutig Nein. Hinter diesbezüglichen Spekulationen darüber steckt eher die übliche kurzatmige Sensationsschreibe der boulevardesken kommerziellen Web-2.0-Blogs als irgendeine Substanz.

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